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Wegweisende Bioenergieprojekte

Bioenergieprojekte_Naturenergie_Glemstal.pdf
Wegweisende Bioenergieprojekte – Drei Jahre Bioenergiewettbewerb

Bioenergie ist in aller Munde. Bioenergie leistet in Baden-Württemberg derzeit mit rund 80 Prozent den weitaus größten Anteil an der Endenergiebereitstellung aus erneuerbaren Energien. Auch zukünftig soll die Biomasse einen wesentlichen Beitrag zum Ausbau der erneuerbaren Energien beisteuern.

Biomasse ist aber auch ein knappes und nicht beliebig vermehrbares Gut. Eine möglichst effiziente Nutzung ist deshalb ebenso wichtig wie die Mobilisierung von bisher ungenutzten Biomassen, insbesondere von Rest- und Abfallstoffen. Im Förderprogramm „Bioenergiewettbewerb" des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg, das im Jahr 2007 neu entwickelt wurde, standen deshalb diese Kriterien an erster Stelle.

In der vorliegenden Dokumentation werden die geförderten und umgesetzten bzw. sich in Umsetzung befindlichen Projekte vorgestellt. Erfasst wird der Zeitraum vom Programmstart im Sommer 2007 bis zum Herbst 2010. Ingesamt gingen in diesem Zeitraum 69 Anträge ein, von denen 34 einen Förderzuschuss bewilligt bekamen.

Eines der geförderten Projekte ist die Biogasanlage Haldenhof und die Holzheizzentrale Hemmingen der Naturenergie Glemstal GmbH & Co. KG. Einige der wichtigsten Projektdaten im Überblick:

Hemmingen – Strom und Wärme aus Biogas und Holzhackschnitzeln

Projektbeschreibung
Die Naturenergie Glemstal Biogas GmbH & Co. KG hat das Konzept des Bioenergiedorfes auf einen Ballungsraum übertragen. Seit 2007 versorgt die Biogasanlage auf dem Haldenhof in Hemmingen nun kommunale Liegenschaften in Schwieberdingen mit Wärme aus erneuerbaren Energien. Dank der Erweiterung des Wärmenetzes kann die zur Verfügung stehende Grundlastwärme nun auch nach Hemmingen geleitet und somit ganzjährig genutzt werden. Zusätzlich ergänzt ein neues Holzheizwerk im Gewerbegebiet Hemmingens die Wärmelieferungen der Biogasanlage. Als Brennstoff werden ausschließlich Holzschnitzel aus Waldrestholz und naturbelassenes Landschaftspflegeholz eingesetzt.

Innovatives
Neu an diesem Projekt ist die Übertragung des Konzeptes für Bioenergiedörfer von ländlichen Gebieten auf Ballungsräume. So können z. B. Schulen, Kindertagesstätten und verschiedenen Supermärkte mit Energie und Wärme versorgt werden.

Erste Erfahrungen
Durch die Kombination verschiedener Wärme- und Stromerzeuger können im Vergleich zu herkömmlicher Technik 700.000 Liter Heizöl und ca. 3.500 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr eingespart werden. Durch den Einsatz von Holz bei der Wärmegewinnung wird nochmals ein Einsparpotential von ca. 2.000 Tonnen CO2 genutzt.

Standort:
71282 Hemmingen

Kontakt:
Naturenergie Glemstal Biogas GmbH & Co. KG
Ulrich Ramsaier
Flößerstr. 60
74321 Bietigheim-Bissingen

Eckpunkte im Überblick

  • Seit 2007 in Betrieb
  • Biogasanlage (BHKW):
    –625 kW elektrische Leistung
    – 700 kW Wärmeleistung
  • Holzheizwerk:
    –1.200 kW Wärmeleistung
  • 5.500 t vermiedene CO2 Emissionen pro Jahr
  • Ca. 700.000 l Heizölersparnis
  • 216.450 g Fördervolumen

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